Verwaltung

Gemeinde Seukendorf
Mitgliedsgemeinde der VG Veitsbronn

Nürnberger Straße 2
90587 Veitsbronn

Tel. 0911 / 75 208-0

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 8 - 12 Uhr
Do. 14 - 18 Uhr

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Die Gemeinde Seukendorf umfasst die Ortsteile Seukendorf und Hiltmannsdorf, sowie die beiden Einzelhöfe Taubenhof und die ehemaligen Mühlen Erzleitenmühle und Kohlersmühle im idyllischen Farrnbachgrund.

Sie grenzt unmittelbar an den Westrand des fränkischen Städtedreiecks Nürnberg/Fürth/Erlangen.

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der Hauptort Seukendorf anno 1320 anlässlich der Schenkung an das Katharinenkloster in Nürnberg. Politisch waren die Ortschaften über Jahrhunderte hinweg bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches am Anfang des 19. Jahrhunderts den Hohenzollern zugehörig, die als Burggrafen von Nürnberg, als Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und ganz zum Schluss als Könige von Preußen die Landeshoheit innehatten.

Diese Zugehörigkeit findet noch heute ihren Ausdruck im Gemeindewappen, denn im Schildhaupt finden sich die silber-schwarzen Hohenzollernfarben und darunter das zerbrochene Rad, das Attribut der Heiligen Katharina, der Namenspatronin der evangelischen Ortskirche.

Den kulturhistorischen Mittelpunkt der Gemeinde stellt zweifellos die Wehrkirche St. Katharina dar, deren Ursprünge bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Sie beherbergt einen wertvollen Katharinenaltar, der etwa aus den Jahren 1510 bis 1515 stammt. Heute ist ihr Aussehen geprägt von den zahlreichen, über die Jahrhunderte hinzugefügten Anbauten.

Die Gemeinde Seukendorf ist wohl wesentlich mehr Menschen bekannt als andere vergleichbare Orte – wenn auch nur aus dem Grund, weil der Name der Gemeinde auch die Ausfahrt der Bundesstraße 8 bezeichnet, über die der westliche Teil des Landkreises zu erreichen ist. Dabei lohnt es sich durchaus, auch einmal einen näheren Blick auf die Gemeinde zu werfen. Die beiden Ortsteile Seukendorf und Hiltmannsdorf entwickelten sich von einer typischen bäuerlich-fränkischen Landgemeinde zu einer modernen Wohngemeinde. In der Vergangenheit war die Liebe der Seukendorfer zu ihrem Landkreis nicht gerade groß: Anfang der siebziger Jahre gab es eine Bürgerinitiative „Hin zu Fürth“. Diese war mit ihren Bemühungen, den finanziell angeschlagenen Ort ins Fürther Stadtgebiet einzubringen, beinahe erfolgreich gewesen. Die Bürger waren fast geschlossen dafür, dem Landkreis den Rücken zu kehren: 92 Prozent von ihnen entschieden sich 1972 in einem Referendum für den Austritt. Der Beitritt war für Anfang 1973 geplant. Einen Strich durch die Rechnung machten aber hier die politischen Gegebenheiten – der Landkreis sollte nicht weiter geschwächt werden. Seukendorf musste selbstständig bleiben. Eine 1978 geschlossene Verwaltungsgemeinschaft mit Veitsbronn, Obermichelbach, Tuchenbach und Puschendorf hielt nur zwei Jahre, seit 1980 besteht die Verwaltungsgemeinschaft Veitsbronn/Seukendorf.

Mit Ausweisung neuen Baulandes stieg die Bevölkerungszahl in den siebziger Jahren fast explosionsartig an. Bis 1980 verdoppelte sie sich auf fast 2000. Heute wohnen rund 3250 Menschen in unserer Gemeinde.

1972 ging die fast 400-jährige Geschichte des Seukendorfer Schulwesens zu Ende. Die letzte Klasse wurde aus dem Schulhaus in der Langenzenner Straße nach Cadolzburg verlagert, das Gebäude dient der evangelischen Kirchengemeinde heute als Gemeindehaus.

Neben zahlreichen Pendlern und Neuzugezogenen, die den hohen Wohnwert der Gemeinde zu schätzen wissen, hat Seukendorf auch noch etwas von der alten Dorfatmosphäre erhalten können. Die Zahl der Landwirte sinkt zwar, bis dato gibt es aber immer noch einige landwirtschaftliche Betriebe. Obwohl es im Ort keinen „Lebensmittelladen“ mehr gibt, findet man viele Dinge des täglichen Bedarfs in den ortsansässigen Geschäften: einer Bäckerei, einer Metzgerei, einem Gemüseladen, Bastelstube, einem Drogeriemarkt, einem Friseur und einer Sparkasse. Neben den alteingesessenen Handwerkern und Gewerbetreibenden, denen das Dorf Sitz und Existenz bietet, sind im Gewerbegebiet „Am Seukenbach“, an der südlichen Gemeindegrenze, mittlerweile zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten vom Discounter bis zum Fachmarkt angesiedelt.

Traditionell spielen die Vereine im sozialen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle. Die Bürger engagieren sich in vielen Vereinen: beim Sportverein mit den Abteilungen: Jugendfußball, Fußball für Frauen und Männer, Tischtennis, Damengymnastik, Tanz, Skiclub mit Skigymnastik, beim Schützenverein, beim Gesangverein, Pop- und Gospelchor und Kinderchor, bei der Feuerwehr, beim Obst- und Gartenbauverein, beim Aeroclub, bei den Pfadfindern und im Reitverein. Außerdem sind im Ort aktiv: der evangelische Posaunenchor, die Arbeiterwohlfahrt, der Förderverein Bürgerhaus und der Landfrauenbund.

Alles in allem ist Seukendorf heute eine lebendige Gemeinde mit hohem Wohnwert, gelegen in einer ländlichen Umgebung nahe am großstädtischen Ballungsraum. Die Gemeinde beabsichtigt in den nächsten Jahren weitere Wohnbaugrundstücke im geplanten Baugebiet „Am Veitsbronner Weg auszuweisen“.